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Alles rund um Ihre Schwangerschaft.

Ihre Schwangerschaft

Wer ein Kind erwartet, spürt nicht nur körperliche Veränderungen – auch das Denken und Fühlen verändert sich. Schwangere Frauen sorgen sich um das Wohl ihres ungeborenen Kindes, wünschen sich die bestmögliche Vorsorge und medizinische Betreuung. Gleichzeitig erhoffen sie sich eine schnelle, einfache Geburt. Das ist alles natürlich.

Zum Schutz der Schwangeren und des ungeborenen Kindes sieht der Gesetzgeber eine Reihe von Untersuchungen vor. Dazu zählen neben regelmäßigen frauenärztlichen Untersuchungen z.B. die Blutgruppenbestimmung, die Bestimmung des Immunschutzes gegen Röteln, HIV und weitere Laboruntersuchungen.

  • Immunscreening | 10. SSW

    Toxoplasmose Die Infektion des Menschen mit dem Erreger erfolgt oral (durch den Mund), entweder durch den Verzehr von rohem oder ungenügend erhitztem Fleisch eines befallenen Tieres, oder indem die Erreger z. B. bei Gartenarbeit o. ä. auf die Hände und von diesen in den Mund gelangen. Ist eine Schwangere infiziert und erfolgt keine Behandlung, schätzt man das Infektionsrisiko für das ungeborene Kind im ersten Drittel der Schwangerschaft auf etwa 20%, im zweiten Drittel der Schwangerschaft auf 30% und im letzten Drittel der Schwangerschaft auf etwa 60%. Dabei ist jedoch das Risiko einer kindlichen Schädigung umso größer, je früher die Infektion erfolgt. In Mitteleuropa sind 30–60% der Frauen im gebärfähigen Alter seronegativ, d.h., sie haben keine Toxoplasma-Antikörper im Serum, sind also nicht gegen eine Toxoplasma-Infektion geschützt. In anderen europäischen Ländern sind deshalb Toxoplasmose Vorsorgeuntersuchungen seit Jahren obligatorisch.
    Bei der Toxoplasmose Vorsorgeuntersuchung handelt es sich um eine Zusatzleistung.

    Zytomegalie Ist das Humane-Zytomegalie-Virus für Erwachsene in der Regel harmlos, so stellt sich das Virus in der Schwangerschaft als besonders gefährlich dar und es kann für ungeborene Kinder sogar lebensgefährlich sein. Die Infektion mit dem Zytomegalie-Virus (CMV) ist die häufigste Infektion, die während der Schwangerschaft von der Mutter auf den Fötus übertragen wird. Etwa 0,3–1% aller Schwangeren infizieren sich mit dem Virus und bei 40% wird die Infektion auf das ungeborene Kind übertragen. Kommt es während des ersten oder zweiten Drittels der Schwangerschaft zu einer Infektion, so kann sie zu Fehlbildungen beim Kind führen.
    Der Zytomegalie Test ist eine Zusatzleistung.

    Ringelröteln Ist eine Schwangere mit Ringelröteln infiziert, kann während der Schwangerschaft das Parvovirus B19 in etwa einem Drittel der Fälle über den Mutterkuchen (Plazenta) auf das Ungeborene übertragen werden. Das Virus befällt beim Kind insbesondere die Zellen, die rote Blutkörperchen bilden und zerstört diese schließlich. Besonders die blutbildenden Zellen in Leber und Knochenmark sind betroffen mit der Folge, dass es zu einer starken Verringerung leistungsfähiger roter Blutkörperchen und damit zu einer schweren Blutarmut beim Ungeborenen kommen kann (in rund 10% der Fälle, in denen das Virus auf das Ungeborene übertragen wurde).
    Der Test auf den Parvovirus B19 ist eine Zusatzleistung.

    Windpocken Die meisten Menschen haben bereits als Kind Windpocken gehabt und sind somit gegen eine erneute Ansteckung weitergehend geschützt. Dennoch sind fast 10% aller Schwangeren nicht geschützt. In diesem Fall können Windpocken eine akute Gefahr für Mutter und Kind bedeuten. Ob ein Schutz gegen Windpocken besteht, kann durch eine einfache Blutuntersuchung im Labor geklärt werden. Werden Antikörper festgestellt, besteht in der Regel kein weiterer Handlungsbedarf. Werden jedoch keine Antikörper nachgewiesen, ist die Frau also ungeschützt ("seronegativ"), wird bei Kinderwunsch die VZV-Impfung empfohlen.
    Diese Impfung ist bei allen seronegativen gebärfähigen Frauen eine Kassenleistung.

  • Ersttrimesterscreening (ETS) | 12.-14. SSW

    Fast jede schwangere Frau macht sich gelegentlich Sorgen, ob sich ihr Kind normal entwickelt. Bekanntlich besteht in jeder Schwangerschaft ein geringes Risiko, dass das erwartete Kind z. B. eine Chromosomenstörung aufweist. Die häufigste und bekannteste ist Trisomie 21, das sogenannte Down-Syndrom. Die Häufigkeit dieser Chromosomenstörung nimmt mit zunehmendem Alter der Mutter zu: Bei 25-jährigen Müttern ist 1 von 1300 Kindern betroffen, bei 35-jährigen 1 von 380 und bei 40-jährigen 1 von 110. Eine andere Chromosomenstörung ist die allerdings seltene Trisomie 18. Im Rahmen des ETS wird die Nackentransparenz des Babys gemessen und kombiniert mit einer Blutuntersuchung bei der Mutter kann das individuelle Risiko für das Auftreten einer Trisomie 21/13/18 eingegrenzt werden.
    Bei dieser Untersuchung handelt es sich um eine Zusatzleistung.

  • NIPT (nichtinvasiver Pränataltest, hier: fetalis Test)

    Ab der 11. SSW kann aus dem kindlichen Teil der Plazenta in den mütterlichen Kreislauf übergetretene fetale DNA auf Chromosomenanomalien untersucht werden.
    Welche Informationen liefert der Test?
    Jeder Mensch besitzt 46 Chromosomen (23 Paare). Das letzte Paar bestimmt das Geschlecht. Wenn ein zusätzliches Chromosom vorhanden ist, handelt es sich um eine Trisomie. Wenn ein Chromosom fehlt handelt es sich um eine Monosomie.
    Trisomie 21
    Diese Störung entsteht, wenn das Chromosom 21 dreifach vorliegt. Sie wird auch Down Syndrom genannt. Es können geistige Behinderungen und Fehlbildungen am Herzen oder an anderen Organen sowie Hör- und Sehprobleme auftreten.
    Trisomie 18
    Diese Störung entsteht, wenn das Chromosom 18 dreifach vorliegt. Sie wird auch Edwards-Syndrom genannt und verursacht schwere geistige Behinderungen und schwere Fehlbildungen. Die Lebenserwartung ist sehr kurz.
    Trisomie 13
    Auch Pätau-Syndrom genannt geht ebenso mit schwersten geistigen Behinderungen und Fehlbildungen einher. Die Lebenserwartung dieser Kinder ist sehr kurz.
    Monosomie
    Auch Turner-Syndrom oder 45,x genannt. Diese Störung wird durch ein fehlendes X Chromosom verursacht und tritt nur bei Mädchen auf. Es können Herzfehler und Hörprobleme auftreten. Die Mädchen sind in der Regel kleiner und häufig im Erwachsenenalter unfruchtbar. Eine Intelligenzminderung kommt selten vor.

    Die Ergebnisse liegen in der Regel nach 7 Tagen vor.

    Stellungnahme der DEGUM zum nicht-invasiven Pränataltest NIPT

  • Zusätzliche Ultraschalluntersuchungen | 14.-40 SSW

    Die Sonographie – umgangssprachlich Ultraschall genannt – ist das am häufigsten genutzte Verfahren in der Medizin, um verschieden Körperteile bildlich darzustellen. Weil sie auch für sensible Gewerbe wie bei Ungeborenen unbedenklich ist, gehört die Sonografie zur Standarduntersuchung in der Schwangerschaftsvorsorge. Bei der Untersuchung kann der Fötus nicht nur betrachtet, sondern es können auch verschiedene Messungen und Detailüberprüfungen durchgeführt werden, mit deren Hilfe der Arzt feststellen kann, ob das Kind sich normal entwickelt.

    Die folgenden Leistungen dürfen ab dem 1.1.2021 nur noch nach medizinischer Indikation durchgeführt werden.

    Babyfernsehen Eine besondere Methode der Ultraschalltechnologie ist die 3D/4D-Sonographie, auch "Babyfernsehen" genannt. Mit diesem Verfahren wird der Fötus dreidimensional dargestellt. Etwa ab der 27. Schwangerschaftswoche sind bei dem dann 35cm großen Fötus unterschiedliche Mimiken und Gestiken zu erkennen. Ein beeindruckendes Erlebnis für die werdenden Eltern.

    Doppler-Ultraschall Ein spezielles Ultraschallverfahren ist die Doppler-Sonographie. Sie ermöglicht es dem Arzt, zusätzliche Informationen über die Strömungsrichtung, -geschwindigkeit und -stärke des Blutflusses in den Gefäßen und damit über den Versorgungszustand des Föten zu sammeln.

  • Diabetes-Screening | 24.-28. SSW

    Der Gestationsdiabetes (Schwangerschaftsdiabetes) ist eine Form der Zuckerkrankheit, die bei etwa 5% aller Schwangerschaften auftritt und unterschiedlich stark ausgeprägt sein kann. Für die Schwangere selbst verläuft die Erkrankung häufig ohne Beschwerden , sie kann jedoch für Mutter und Kind zu schwerwiegenden Komplikationen führen. Bei frühzeitiger Diagnose lassen sich die Risiken durch eine entsprechende Behandlung deutlich reduzieren.
    Ein Gestationsdiabetes lässt sich durch einen einfachen Test feststellen oder ausschließen, dem sogenannten oralen Glukosetoleranztest. (oGTT, Zuckerbelastungstest). Hierbei handelt es sich um den Vortest, bei dem nach Verabreeichung von 50g Glukose eine Blutabnahme nach einer Stunde erfolgt.
    Der Test wird für das zweite Schwangerschaftsdrittel (14.–28. Woche) empfohlen – bei Risikopatientinnen sollte die Untersuchungen bereits im ersten Schwangerschaftsdrittel durchgeführt werden. Dieser Test ist seit dem 1. Juli 2013 Bestandteil der Mutterschaftsvorsorge.

  • Streptokokken-Screening | 38.-40. SSW

    Streptokokken der Gruppe B (Streptococcus agalactiae) sind Bakterien und eine der häufigsten Ursachen für schwere Infektionen des Neugeborenen. Durch eine einfache und komplikationslose mikrobiologische Untersuchung kann am Ende der Schwangerschaft festgestellt werden, ob die Scheide oder der Darm mit dem Erreger besiedelt ist. Wenn B-Streptokokken nachgewiesen werden, kann man durch entsprechende Maßnahmen während der Geburt eine Infektion des Neugeborenen in den meisten Fällen verhindern.

  • Impfungen in der Schwangerschaft

    Allen Schwangeren wird die Impfung gegen Grippe und COVID-19 (Coronavirus SARS-CoV-2) ab der 12. SSW empfohlen.
    Die Impfung gegen Keuchhusten (Pertussis) wird seit 2021 allen Schwangeren im letzten Drittel der Schwangerschaft empfohlen, um diesen, dann entstehenden zellulären Immunschutz an das Neugeborene weitergeben zu können. Von den Fachgesellschaften wird zusätzlich zu der schon empfohlenen Impfung gegen Keuchhusten (Pertussis) auch die Impfung gegen RSV im letzten Drittel der Schwangerschaft empfohlen. Dies ist noch keine Empfehlung der STIKO und leider bislang auch noch keine Kassenleistung.
    www.rki.de / Kurz & Knapp: Faktenblätter zum Impfen 

Aktuelle Nachrichten

Wir machen Pause

Am 10.05.24 bleibt die Praxis geschlossen. An welche Vertretungspraxis Sie sich in Notfällen wenden können, entnehmen Sie gern unserer Bandansage.

HPV-Impfung

Die Impfung gegen humane Papillomaviren (HPV) ist seit dem 1.1.2024 bei der AOK eine lebenslange Kassenleistung. Sprechen Sie uns an!

RSV-Impfstoff für Schwangere

Seit Kurzem ist ein RSV-Impfstoff für Schwangere zugelassen, der das Neugeborene vor schweren Atemwegserkrankungen schützen kann.

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